Erster Schnee
Betrifft: Erster Schnee
Zu Ehren des ersten (spärlichen, nassen, inzwischen schon wieder geschmolzenen) Schnees dieses Winters ein Gedicht meiner Lieblingsdichterin Mascha Kaleko. Die Zeile mit der "lieben Halswehzeit" mag ich besonders, weil sie mich an die Unbeschwertheit der Kindheit erinnert. Wie kann man die Zeit der Halsentzündungen als "liebe Halswehzeit" bezeichnen? Damals - in der Kindheit - bedeutete eben so ein "grippaler Infekt" nur, daß ich nicht zur Schule mußte, es mir einfach gemütlich machen konnte, lesen, malen, häkeln... oder stricken, und besondere Zuwendung genoß. Von der Not, daß in diesem Fall Arbeit liegen blieb, sich ansammelte und auftürmte, ahnte ich damals noch nichts. War das nicht schön? Aber das Gedicht erzählt auch von der "Verlangsamung der Zeit", die sich durch den Schnee ergibt, jedenfalls, wenn man auf dem Dorf wohnt. Das genieße ich auch heute noch. Selbst die durchgeknalltesten brandenburgischen Autofahrer scheinen sich irgendwie zu beruhigen...
Den Schal habe ich heute verschenkt, und die Empfängerin hat sich richtig gefreut. Herzlichen Dank an Susa und Bettina für die Kommentare!
Den dritten Kommentar bitte ich nicht zu ernst zu nehmen, weil den wohl - vermute ich - der Angetraute geschrieben hat. Ich freue mich aber auch über die über 10000 "Clicks" und wundere mich.... Und daß er das liest, freut mich auch... Habt noch eine gemütliche Zeit zwischen den Jahren!















