Freitag, August 25, 2006

August-Ornament

Hier kommt mein Ornament für den August.
Obwohl sie ja schon im Juli und bis in den September hinein blühen, gehören Sonnenblumen für mich zum August.
Die Stickerei war dieses Mal - wie zu sehen ist - nicht aufwendig. Nachdem ich in letzter Zeit nur auf feinerem Leinen gestickt hatte, kam mir der Stoff richtig "grobschlächtig" vor. Aber ich finde, zu dem Motiv paßt das etwas gröbere Leinen.
Der bunte Stoff gehört übrigens zu denen, die ich im Urlaub gekauft hatte. Für meine Verhältnisse sind das hier ziemlich kräftige Farben. Ich merke, daß mein Farbempfinden mit den Jahreszeiten wechselt. Im Spätsommer und Herbst mag ich so kräftige Farben. Über den Winter ruht sich die Farbbegeisterung etwas aus. Im Frühjahr gefallen mir zarte Pastelltöne, wie die Farben der Frühblüher. Und wenn es richtig heiß ist, finde ich Blaues schön - Blau kühlt! ;-)
Aufgehängt habe ich das "Werk" in der Küche.

Sonntag, August 20, 2006

Urlaubssocken


Die Bilder von den Urlaubssocken wollte ich noch zeigen. Die oben links sind für mich, die anderen für Weihnachten. Und unten sind meine ersten Lochmustersocken zu sehen.
Damit wird es hier wieder ruhiger, denn der Urlaub ist zu Ende, morgen fängt auch die Schule wieder an und der Jüngste kommt in den Kindergarten. Das wird komisch: Vormittags kein Kind mehr zu Hause...

Samstag, August 19, 2006

Pflaumen, Pflaumen, Pflaumen...


Der Pflaumenbaum im Garten hängt so voll wie noch nie. Gestern habe ich Marmelade gekocht und Pflaumenkuchen gebacken, dem Baum sieht man das aber nicht an. Wohin nur mit all den Pflaumen?

Freitag, August 18, 2006

Für neugierige Nasen





Für die Neugierigen, die unbedingt meine Urlaubseinkäufe sehen wollten: Die Baumwollstoffe, jeweils kleine Stücke, z.T. Reste, weil ich ja nichts Großes nähe (einer fehlt, davon will ich aber in den nächsten Tagen etwas verarbeiten, und dann wird er ja hier erscheinen) und oben links 14fädiges Leinen und zwei Stränge rotes OE-Garn.
Die Wolle ist für Pulswärmer bestimmt. (Es gibt dafür sicher eine "ganz hippe" aktuelle Bezeichnung, aber die fällt mir im Moment nicht ein...) Jedenfalls ist es ein ganz traumhaftes, weiches Cashmere-Knäuelchen mit passendem Mohair. Was ein Pullover aus dieser Wolle kosten würde, rechne ich lieber nicht aus. So ist wird es ein echter "Verwöhnluxus" für düstere, kalte Wintertage!
Schneidunterlage + Rollschneider + Lineal sind nicht zu sehen, ich denke, Ihr wißt ja auch so, wie das aussieht.

Herzlichen Dank an Annette, Susa und Ute für Eure Kommentare zum letzten Eintrag. Ich war wirklich unsicher, ob "so 'was" hier 'reinpaßt... Oder besser gesagt: Ich fand, daß es eigentlich nicht richtig paßt und wollte es trotzdem gern schreiben. Deshalb freue ich mich, daß Ihr es gelesen habt und mich das - durch Eure Kommentare - auch wissen laßt!

Donnerstag, August 17, 2006

"Ausflug"

Heute haben wir einen „Ausflug“ gemacht. Mein Vater ist mit seinem großen Enkel (8), also meinem älteren Sohn, und mir nach Friedeberg/Neumark, heute Strzelce Krajeńskie gefahren. Das ist der Ort, in dem mein Vater geboren wurde.

Die kleine Stadt liegt gar nicht so weit von uns hier, aber eben jenseits der Oder, also in Polen. Trotzdem war ich noch nie dort. Irgendwie hatte es sich nicht ergeben.
Mein Vater hat uns den Platz gezeigt, an dem das Haus meiner Großeltern stand, erinnerte sich an den Zuschnitt der Wohnung, an die Stelle, an der – ungefähr – die Schuhmacherwerkstatt meines Großvaters war, an die Häuser in der nahen Umgebung, in denen Verwandte lebten. Das wußte er alles noch, obwohl er, als die Flucht vor der näherrückenden Front begann, erst gut drei Jahre alt war. Er erinnerte sich an den Moment, als er auf dem Arm meiner Großmutter vor der Tür stand und ein Mann – in schwarzer SS-Uniform auf einem schönen Schimmel – die Leute zur Flucht aufforderte. (Sicher hatte der einen anderen Terminus gebraucht.)
Die Alten und Kranken sollten sich nicht auf den beschwerlichen Weg begeben, sondern stattdessen am Bahnhof auf einen Transport warten. Aber sie wurden dort nie abgeholt…
Das Haus meiner Großeltern gibt es nicht mehr. Wie eine ehemalige Nachbarin, die erst später, in der 50ern, nach Deutschland ging, berichtete, haben es Soldaten der Roten Armee niedergebrannt. Vorher erschossen sie einen Polen, der bei meinen Großeltern als sog. Fremdarbeiter lebte. Der stand vor dem Haus, als die Armee einrückte, und bat darum, das Haus zu verschonen, weil er nicht schlecht behandelt worden war…

Die Kirche, in der mein Vater getauft wurde, war auch zerstört. Eine Bronzetafel im Eingangsbereich erinnert an den Priester, der sich um ihren Wiederaufbau verdient gemacht hat. Als Protestantin hat mich irritiert, daß zentral im Altarbereich anstelle des Kruzifixes eine Maria hängt… Aber natürlich ist diese Kirche jetzt eine katholische Kirche.

Damit das alles nicht falsch verstanden wird: Es ist mir deutlich bewußt, daß die Flucht und auch die Taten vieler sowjetischer Soldaten Folgen dessen waren, was Deutsche zuerst getan hatten: diesen Krieg anzufangen, anderen Völkern furchtbares Leid zuzufügen. Aber es ist schon etwas anderes, ob ich „theoretisch“ darüber nachdenke, oder ob ich einfach zuhöre und erfahre, woran Menschen sich erinnern. Da kommen dann einfach noch andere Eindrücke dazu, die mein Bild von der damaligen Zeit nicht revidieren, aber ergänzen

So bin ich heute abend einfach wieder traurig darüber, daß mein Vater den geschützten Raum seiner Kindheit verlor, als kleines Kind mit entwurzelten, hilflosen, verstörten Erwachsenen zurechtkommen sollte, die doch eigentlich für ihre Kinder stark und lebenstüchtig hätten sein sollen.

Und auch darüber bin ich traurig: Friedeberg - so ein schöner Name! - könnte heute eine „schnuckelige“ Kleinstadt sein, läge es an der Mosel oder wenigstens an der Saale. 70% der mittelalterlichen Stadtmauer (13.Jh.!) sind erhalten, auch die Stadttore. Um die Mauer herum gibt es kleine Gärten und schöne Seen. Viele Menschen würden davon angezogen werden, an der Stadtmauer entlang zu spazieren, in kleinen Cafés oder Biergärten zu verweilen, durch kleine Läden zu bummeln, in den Seen zu baden oder auf ihnen zu paddeln. Aber so sieht es natürlich nicht aus, nachdem Krieg und Sozialismus ihre Spuren hinterlassen haben! Auch deshalb bin ich traurig. Denn die Menschen, die dort leben, haben ja nichts besser oder schlechter gemacht, als die an der Mosel oder an der Saale.

So. Das hatte nun so ganz und gar nichts mit Handarbeiten zu tun. Aber das mußte nun auch mal raus.

Montag, August 14, 2006

Danke...

...für das freundliche Willkommen und die Komplimente zur Tasche! Da habe ich mich aber gefreut! :-))) Natürlich auch darüber, daß sie der Empfängerin gefällt!
Auf eine Anleitung zu der Tasche kann ich leider nicht hinweisen, weil ich sie "nach Gefühl" gestrickt habe. Nur das ungefähre Schema könnte ich beschreiben, wenn jemand daran interessiert ist?! Das Material ist Michels Naturwolle, gestrickt mit der dicksten Nadel, die ich hatte, ich glaube, Stärke 7.
Auch wenn das jetzt ein bißchen nach Eigenlob klingt, das ja bekanntlich stinkt, muß ich sagen, daß ich den Knopf besonders schön finde. ;-) Dafür habe ich einen alten Jackenknopf mit derselben Wolle locker umhäkelt, aus der auch die Tasche gestrickt ist. So passt er eben sehr gut zur Tasche, angenäht habe ich ihn aber erst nachträglich. Ich mußte ja erst mal sehen, wie stark die Verschlußschlaufe einläuft und verfilzt, um den Knopf dann an der richtigen Stelle anzunähen.

P.S. an Bine:
Dein Kommentar ist komischerweise dreimal erschienen?!? Deshalb habe ich zwei davon gelöscht.

Sonntag, August 13, 2006

Wieder zu Hause


So, da bin ich wieder. So sehr ich mich immer auf den Urlaub freue, mindestens genauso freue ich mich dann wieder, zu Hause zu sein. Nun habe ich wieder mein Bett, mein Klo, meine Klamotten, meine Küche, meine Handarbeitsvorräte, meine Bücher! Wie genieße ich es, mich zu Beginn des Urlaubs an einen gedeckten Tisch zu setzen - und wie sehr freue ich mich dann bald wieder auf das Essen, das ich selbst gekocht habe...
Vor allem haben wir uns alle auf unseren Hund gefreut, der während unseres Urlaubs bei meinem Vater "in Pension" war. Nun sind wir alle wieder zusammen.

Gestickt habe ich im Urlaub nicht, dafür mal wieder Socken gestrickt. Die müssen aber erst fotografiert werden. So kann ich erst mal nur das Foto von einer "gestrickfilzten" Tasche zeigen, die ich inzwischen verschenkt habe.
Natürlich habe ich während des Urlaubs auch etwas für die Aufstockung der Handarbeitsvorräte gesorgt. Einige schöne Baumwollstoffstücke habe ich erstanden, die werden nun nach und nach in verarbeiteter Form hier auftauchen, ein "Starterpack" für's Schneiden der Stoffe (Schneidunterlage, Lineal und Rollschneider - so 'was hatte ich noch nicht), etwas Leinen und Garn und etwas Wolle für Armstulpen. Herrlich!
Wir haben viel erlebt und gesehen. Für die Kinder war sicher Legoland der Höhepunkt, aber auch ein Sonnenuntergangspicknick auf dem Deich, Wattwandern und die neue Sturmflutausstellung in Büsum haben sie beeindruckt.
In Büsum war auch ein ganz schöner Stickladen, den manche vielleicht kennen, das Büsum-Riff. Ich habe herrlich darin herumgestöbert, wie man sich leicht vorstellen kann, von der Inhaberin auch wieder einiges dazugelernt und natürlich eingekauft. ;-)
Morgen werde ich ein bißchen gucken und nachlesen, was alle inzwischen getrieben haben. Darauf, wieder von Euch zu lesen, freue ich mich schon sehr!!! Ihr habt mir direkt gefehlt! :-)